Apulien bietet mehr Schönheit pro Kilometer als fast jeder andere Ort in Italien. Olivenhaine, weißgetünchte Dörfer, Klippenüber dem Meer, barocke Kathedralen und uralte Höhlenstädte — alles ist bequem mit dem Auto erreichbar. Eine Woche reicht aus, um die Highlights zu erkunden — und wenn du Bari als Ausgangspunkt wählst, musst du nie zwischen den Stationen umpacken. Diese 7-Tage-Reiseroute führt in einer Schleife durch die bekanntesten Ziele der Region: Alberobello, Polignano a Mare, Matera, Ostuni, Lecce und Trani. Praktisch, ehrlich und für Reisende geschrieben, die möglichst viel sehen wollen, ohne sich gehetzt zu fühlen.
Tag 1 — Ankunft in Bari und Erkundung der Altstadt
Tag 1 ist zum Einleben und Orientieren. Bari Vecchia ist eines der stimmungsvollsten Viertel Süditaliens: ein Labyrinth enger Gassen, sonnenbeschienener Kirchen und Straßenküchen, wo einheimische Frauen morgens noch von Hand Orecchiette formen. Spaziere entlang der Strandpromenade zur Basilika San Nicola — eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Italiens, im 11. Jahrhundert erbaut, um die Reliquien des Schutzpatrons der Region zu beherbergen. Beende den Abend mit einem Dinner im alten Viertel: frische Pasta, lokale Burrata und ein Glas Primitivo di Manduria.
Praktischer Hinweis: Die meisten Reisenden holen ihren Mietwagen am Flughafen Bari Karol Wojtyła oder am Hauptbahnhof ab. Ein Auto ist das Schlüsselelement dieser Reiseroute — öffentliche Verkehrsmittel funktionieren für einzelne Ziele, aber nicht für eine mehrtägige Rundreise wie diese.
Tag 2 — Alberobello und das Valle d’Itria
Etwa 60 km südlich von Bari ist Alberobello das Herzstück der Trulli-Zone. Diese weißgetünchten Kalksteinhäuser mit ihren markanten kegelförmigen Steindächern sind UNESCO-Welterbe — und in natura genauso beeindruckend wie auf jedem Foto. Verbringt den Vormittag beim Schlendern durch den Rione Monti, wo sich mehr als 1.000 Trulli an einem steilen Hügel drängen.
Am frühen Nachmittag fährst du 10 Minuten weiter nach Locorotondo, einem perfekt kreisrunden Hügeldorf mit einem ruhigen Hauptplatz und Ausblicken auf das Valle d’Itria. Falls die Zeit reicht, fährst du weiter nach Martina Franca, einer gepflegten Barockstadt, bekannt für ihr Sommermusikhochfestival und exzellente Lokalweine.
Fahrzeit ab Bari: etwa 1 Stunde. Am besten unter der Woche morgens besuchen, um Reisegruppen zu vermeiden.
Tag 3 — Polignano a Mare und Monopoli
Nur 35 km südlich von Bari thront Polignano a Mare auf Kalksteinklippen über einem leuchtend türkisfarbenen Meer. Das Dorf ist kompakt — man kann es in 30 Minuten zu Fuß durchqueren — doch die Ausblicke von den Klippen-Terrassen sind unvergesslich, und die Meereshöhlen darunter lassen sich im Sommer per Boot erkunden. Der Hauptplatz, Piazza Vittorio Emanuele II, öffnet sich direkt zum Klippenrand: ein einzigartiges Erlebnis an der italienischen Küste.
Nach dem Mittagessen fährst du 15 km südlich nach Monopoli: eine kompakte Küstenstadt mit einem aragonesischen Schloss aus dem 16. Jahrhundert, einem lebhaften Fischereihafen und einer Altstadt, die deutlich weniger touristisch wirkt als Polignano. Zusammen ergeben die beiden Orte einen vollständigen und abwechslungsreichen Küstentag. Rückfahrt nach Bari am frühen Abend — etwa 30 Minuten auf der SS16.
Wer im Borgo dei Pioppi übernachtet, hat bei der Rückkehr den privaten Parkplatz sicher — kein Stress nach einem langen Tag an der Küste.
Tag 4 — Ein Tagesausflug nach Matera
Matera liegt technisch gesehen in der Basilikata, nicht in Apulien, ist aber nur 65 km von Bari entfernt, und keine Reiseroute in diesem Teil Italiens ist ohne einen Besuch vollständig. Die Sassi — Höhlenwohnungen, die in zwei dramatische Schluchten gegraben sind — gehören zu den ältesten dauerhaft besiedelten Orten der Erde. Matera wurde 2019 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt — zu Recht.
Plane einen ganzen Tag ein: Schlendern zwischen Sasso Barisano und Sasso Caveoso, Besuch einer Höhlenkirche, Aufstieg zum Belvedere für das klassische Panorama und Mittagessen in einem der Höhlenrestaurants. Das Licht ist morgens früh und am späten Nachmittag am zauberhaftesten. Rückfahrt nach Bari am frühen Abend — die Fahrt dauert etwa 1 Stunde und 10 Minuten.
Tag 5 — Ostuni und Lecce
Die „Weiße Stadt“ Ostuni thront auf einem Hügel mit Ausblicken bis zur Adria. Ihr weißgetünchtes mittelalterliches Zentrum lädt zur langsamen Erkundung ein: schmale Treppen, Bogengänge, blumengefüllte Terrassen und eine gotische Kathedrale mit einem wunderschön dekorierten Rosenfenster. Zwei bis drei Stunden für Ostuni sind gut investiert, mit einem späten Mittagessen, bevor es nach Süden weitergeht.
Lecce, weitere 40 km südlich, ist die Barockhauptstadt Apuliens und könnte problemlos einen ganzen Tag füllen. Bekannt als „Florenz des Südens“, gehören die Piazza del Duomo und die Basilika Santa Croce zu den aufwändigsten Bauwerken Italiens. Selbst ein Besuch am späten Nachmittag lohnt den Umweg. Lecce liegt etwa 140 km von Bari entfernt — plane eine Rückfahrt am frühen Abend ein.
Tag 6 — Trani, Castel del Monte und der Norden
Fahre nördlich von Bari für einen vollständigen Szenenwechsel. Die Kathedrale San Nicola Pellegrino in Trani erhebt sich direkt am Wasserrand — eines der meistfotografierten Motive ganz Apuliens — und der Hafen ist gesäumt von Trattorias, die ausgesprochen frischen Fisch und lokalen Bombino Bianco servieren. Die Fahrt von Bari dauert etwa 40 Minuten auf der Küstenstraße.
Von Trani aus fährst du 30 km ins Landesinnere zum Castel del Monte, dem geheimnisvollen achteckigen Schloss aus dem 13. Jahrhundert, das von Friedrich II. (Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) erbaut wurde, und das ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Geometrie des Gebäudes — acht Türme, acht Räume pro Etage, perfekt auf die Sonne zur Sonnenwende ausgerichtet — wurde nie vollständig erklärt. Die Fahrt durch sanfte Hügel und alte Olivenhaine ist Teil des Erlebnisses.
Rückfahrt nach Bari über Andria, oder füge einen kurzen Stopp in Barletta ein, um den Koloss von Barletta zu sehen — die größte erhaltene Bronzestatue aus der Antike.
Tag 7 — Ein ruhiger Vormittag, dann Auf Wiedersehen
Der letzte Vormittag ist für das gedacht, was du verpasst hast oder noch einmal sehen möchtest. Bari hat ausgezeichnetes Straßenessen — Panzerotti, Sgagliozze, Focaccia barese — eine überdachte Markthalle entlang der Via Sparano und eine Strandpromenade, die sich gut für einen letzten ruhigen Spaziergang vor der Abreise eignet. Wenn du vor dem Flug oder Zug noch Zeit hast, verdient Bari Vecchia einen weiteren Blick — mit weniger Gepäck und weniger Zeitdruck.
Ein praktischer Vorteil, die ganze Woche in einem einzigen Apartment wie dem Borgo dei Pioppi zu verbringen, ist genau dieser: Das Auschecken ist entspannt, das Auto steht bis zur Abfahrt auf dem privaten Parkplatz, und es gibt kein hektisches Umpacken am Vorabend. Sieben Tage, ein Koffer, null Hotelwechsel.
Die Woche planen: Praktische Tipps
- Mietwagen: frühzeitig buchen, besonders im Sommer. Ein Kleinwagen ist ideal für die historischen Zentren; viele Straßen in Alberobello und Matera sind Fußgängerzonen.
- Reisezeit: Mai–Juni und September–Oktober bieten die beste Balance aus Wetter, Licht und handhabbarem Andrang. Juli–August ist heiß und an den Küstenzielen sehr belebt.
- Entfernungen: alle Ziele dieser Reiseroute liegen 65–140 km von Bari entfernt. Du fährst insgesamt rund 600–700 km über die Woche — bequem und nie erschöpfend.
- Eintritt Matera: Die Sassi sind frei zugänglich; die Höhlenkirchen verlangen einen kleinen Eintrittspreis. Für Einzelbesucher ist keine Buchung erforderlich.
- Unterkunft: Ein einzelnes Apartment statt jede Nacht in einem anderen Hotel zu buchen spart Zeit, Geld und die Energie des Umpackens. Ein geräumiges Apartment mit privatem Parkplatz in Bari — wie Borgo dei Pioppi — deckt alle praktischen Bedürfnisse eines solchen Roadtrips ab.
Eine Woche in Apulien genügt, um ein echtes Gefühl für die Region zu bekommen — ihre Landschaften, Aromen und das Lebenstempo — hinterlässt aber fast sicher den Wunsch nach mehr. Die Roadtrips ab Bari machen die Logistik einfach: ein Auto, eine Heimatbasis, keine verschwendete Zeit mit Ein- und Auschecken. Ob dein erster Besuch in Süditalien oder eine Wiederkehr — Apulien belohnt Reisende, die langsam fahren und oft stehenbleiben.